Hanse-Sekt steht zur Disposition
Die Sektkellerei Schloss Wachenheim baut ihr Inlandsgeschäft um. Das Sortiment soll gestrafft, ertragsschwache Marken und Produkte eingestellt oder veräussert werden. Dabei handelt es sich laut Konzernangaben um kleinere regionale Marken. Die grossen Marken wie etwa „Faber“, „Schloss Wachenheim“ oder „Feist“ seien nicht betroffen. Die Produktion in Deutschland soll künftig im pfälzischen Wachenheim und in Trier gebündelt werden, teilte der nach eigenen Angaben weltgrösste Hersteller von Sekt und Schaumwein mit. Unklar blieb, was mit kleineren Produktionsstätten in Böchingen (Rheinland-Pfalz) und in Wismar geschehen soll. Bis zu 20 000 Flaschen Sekt, vor allem der Marke „Schweriner Burggarten“ wurden jährlich in der Hanse Sektkellerei in Wismar produziert, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Wachenheim AG. Zunächst war berichtet worden, dass beide Standorte geschlossen würden. Dies wurde inzwischen wieder dementiert. Bis 2010 will Schloss Wachenheim allerdings voraussichtlich 60 von konzernweit rund 1300 Arbeitsplätzen sozialverträglich abbauen. Schloss Wachenheim hatte im Geschäftsjahr 2006/07 bei einem Nettoumsatz von 281,3 Millionen Euro fast 256 Millionen Dreiviertelliter-Flaschen verkauft.