Markenstreit geht weiter
Das 700-Seelen-Dorf Champagne im Kanton Waadt, kämpft unverdrossen weiter gegen das mächtige Frankreich und seine Ansprüche auf die Gebiets.Marke „Champagne“. Die Winzer des Waadtländer Dorfes mussten 2004 wegen der Bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU den Namen "Vin de Champagne" aufgeben. Die Produzenten des Ortes sehen aber keinen Grund dafür, ihre geschützte Marke "De Champagne Suisse" aufzugeben und verlangen, dass der Schweizer Bundesrat aktiv wird. Mit einem Postulat und einer parlamentarischen Initiative wollen die Verteidiger der Produkte aus dem Dorf Champagne den Druck auf die Landesregierung erhöhen. Ihr Ziel ist, dass ihr Anliegen in die Verhandlungen über ein Agrarfreihandels-Abkommen mit der EU einfliesst. Obwohl Frankreich dem Dorf unter Androhung juristischer Schritte. ein Ultimatum bis Montag gestellt hat, wollen die Produzenten aus Champagne die Marke "De Champagne Suisse" nicht aufgeben. Die Marke wurde im Juni vom Eidgenössichen Institut für geistiges Eigentum registriert. Sie sei für Gebäck und alkoholfreie Getränke mit Schweizer Recht vereinbar und laufe den bilateralen Verträgen mit der EU und dem Abkommen mit Frankreich über die Herkunfts-Bezeichnungen nicht zuwider.