Krise oder Gesundung?

Veröffentlicht auf von Mario Scheuermann

Im Oktober ist der Absatz von Champagner erneut zurückgeangen und zwar um 23 Prozent. Damit summiert sich der Rückgang seit Anfang des Jahres  auf acht Prozent. Champagnerexperten schätzen: Der Absatz könnte insgesamt in diesem Jahr um zehn Prozent sinken. Dies berichtet heute das Düsseldorfer Handelsblatt. . „Die Stimmung ist allgemein schlecht, und das wirkt sich auf den Champagnerkonsum aus“, erklärte Ghislain de Montgolfier, Chef der Vereinigung der Champagnerhäuser (UMC).  Die Winzer befürchten nun, dass  2009 noch schlechter wird als 2008.  Was die einen als Krise ansehen, ist für die anderen ein Prozess der Gesundung. „Der Rückgang war vorherzusehen. Die Nachfrage stieg in den vergangenen Jahren extrem an“, betonte CIVC-Sprecher Philippe Wibrotte. Er hält den Rückgang sogar für gesund, weil die Region fast ihre maximal mögliche Produktion erreicht hatte.

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M
Champagner zählt wie Bordeaux für Rotwein, Cognac für Weinbrand oder Habana für Zigarren zu den ganz wenigen Megamarken unserer Konsumwelt. Diese haben seit 200 Jahren jeder Finanz- und Wirtschaftskrise überstanden und werden es nach meiner Einschtäzung auch diesmal tun.
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O
Es liegt wahrscheinlich daran, dass den Leute aufgrund der aktuellen Finanzsitutation nicht so zu feiern zu mute ist. Auf jeden Fall nicht mit teuren Getränken. Ich könnte mir vorstellen, dass im Gegenzug der Absatz günstigen Champanger Alternativen steigt.Aber zu Silvester werde bestimmt trotzdem ordentlich die Champagnerflaschen knallen.
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M
Also ich denke auch, dass die Krise eher eine Gesundung darstellt. Jetzt kommen auf jeden Fall die Champagner Hersteller wieder auf die Füße, die wirklich guten Champagner herstellen und sich nicht auf die Massenware allein fixiert haben. Die Qualität lässt ja auch nach, gerade wenn die Möglichkeiten in der Champagne bereits ausgeschöpft sind, also nicht noch mehr produziert werden kann. Für Unternehmer und Landschaft wird es sicherlich eher eine Gesundung geben.
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